Harzurlaub 2015

Nach dem unser Weihnachtsurlaub bedingt durch meinen langen Krankenaufenthalt nicht wirklich entspannt verlaufen ist, freuten wir uns nun schon seit Wochen auf unsere Reise in den Harz. Bei den meist zu kurzen Reisen in meine Heimat hatten wir bisher nie wirklich die Gelegenheit für größere Unternehmungen. So beschlossen wir diesmal etwas länger in der Region zu verweilen. Ausgehend von Nordhausen machten wir uns im Internet auf die Suche nach einem Feriendomizil und Tina war es, die schließlich in Ilfeld fündig wurde. Klein, gemütlich, samt einer Dachterasse mit Blick auf die Berge… das klang vielversprechend und so schrieb Tina noch am selben Abend die Vermieter an und wir buchten die Wohnung.

Reise, Reise

Am Montag, dem 20.04. ging es dann endlich auf Reisen. Mit im Gepäck hatten wir neben viel guter Laune beide leider mal wieder eine Erkältung und haben mit unserem Husten die Waldgeister des Harzes schon auf der Anreise verscheucht. Dafür hatten wir Petrus auf unserer Seite und nahmen viel Sonnenschein mit auf Reisen. Das Navi entschied, dass wir die landschaftlich reizvollste Strecke nehmen sollten und so fuhren wir bei Sonnenschein und blauen Himmel durch den Harz unserem Urlaubsziel entgegen, welches wir am frühen Nachmittag erreichten.

Die Wohnung war wirklich genau wie beschrieben und wir wussten von Beginn an, dass wir uns in unserer Urlaubswoche hier wohlfühlen würden. Schnell waren die Sachen ausgepackt und schon nach kurzer Zeit hatten wir uns eingerichtet und genossen die herrliche Aussicht von der Dachterasse auf Ilfelds Fachwerkhäuschen und die umliegenden Berge.

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Später am Nachmittag eroberten gönnten wir uns im nahe gelegenen Eiscafe noch einen Kaffee, ehe wir am Abend dann die Nordhäuser besuchten.

Der Kyffhäuser ~ Besuch bei Barbarossa

Der alte Barbarossa,
Der Kaiser Friederich,
Im unterirdschen Schlosse
Hält er verzaubert sich.

[…]
Friedrich Rückert

Strahlender Sonnenschein begrüßte uns an unserem ersten Morgen im Harz. Genau das richtige Wetter für das erste Highlight unseres Urlaubs – einen Besuch des Kyffhäusers. Schon kurz hinter Nordhausen kann man in der Ferne den Gebirgszug erkennen auf dem hoch oben auch der Fernsehturm und das Denkmal von Weitem gut zu sehen sind.

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Sechsunddreißig Kurven führen von Kelbra aus hinauf auf den Kyffhäuser. Da der in den 1960er Jahren gebaute Fernsehturm auf dem Kulpenberg der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich ist, verzichteten wir auf einen Besuch und steuerten gleich unser eigentliches Ziel an… die ehemalige Reichsburg Kyffhausen mit dem hohen Kyffhäuserdenkmal.

Vom Parkplatz des „Burghof Denkmalwirtschaft“ aus wanderte Tina hinauf zur Burg, während ich unser Vogelklo, welches schon arg aus der Puste kam, oben am Eingang abstellte und schonmal die Eintrittskarten besorgte. Der Eintritt kostet übrigens 7,50 € für einen Erwachsenen, die aber mehr als gut angelegt sind. Allein der Blick bei schönem Wetter von dort oben ist unbezahlbar. So genossen wir auch erst einmal die Aussicht in vollen Zügen, ehe wir uns danach dem Denkmal zuwandten.

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Ein wahrlich imposantes Bauwerk erwartete uns. Errichtet von 1890-1896 ist es mit seinen 81 m das drittgrößte Denkmal Deutschlands. Vom „Vorplatz“ aus führen Treppen hinauf auf eine erste Terasse, von der man einen wunderbaren Blick auf die Grotte werfen kann, an der am Fuße des Turmes die imposante Figur des in Stein gehauenen Barbarossa gerade zu erwachen scheint.

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Von den Besuchertribünen vor der Grotte hat man auch einen herrlichen Blick auf den Turm, der von diesem Standort aus umrahmt ist von den Bögen des Mauerwerks. Weiter ging es mit unserer Erkundung. Nach ein paar weiteren Stufen befanden wir uns direkt unter dem 11 m hohen Reiterstandbildes Kaiser Wilhelms I. Seit der im letzten Jahr abgeschlossenen Renovierung des Bauwerks erstrahlt es am Sockel des Denkmalturms in neuem Glanz.

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Geht man links am Denkmalturm vorbei, kann man den Kulpenberg mit dem Fernsehturm sehen und, wenn man die Rückseite des Turmes erreicht hat, schon einen Blick auf Mittel- und Oberburg werfen. Hinter beinahe jeder Ecke erwartete uns ein neuer herrlicher Ausblick auf die Landschaft am Fuße des Kyffhäuser.

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Bevor es jedoch mit unserer Erkundungstour weiterging wollten wir erst einmal den müden Beinen eine Erholung und uns einen Kaffee gönnen. Zwischen Barbarossa- und Denkmalsturm befindet sich ein kleines Bistro samt Souvenirgeschäft. Hier kehrten wir ein und – da meinem Magen nach etwas Herzhaftem gelüstete – bestellten uns auch etwas zu Essen. Gut, dass es die Currywurst hier in XXL gab war der Speisetafel schon zu entnehmen. Dass aber die Portion Kartoffelsalat auch die Dimensionen jeden Tellers sprengte war jedoch nicht zu erahnen. Nicht nur für uns, wie uns ein Blick auf die erschrockenen Gesichter der Besucher an den Nebentischen verriet, die ähnliche Ideen wie wir hatten und wohl auch nur einen „kleinen“ Imbiss zu sich nehmen wollten.

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Ich bewundere ja meinen Schatz, die nach dieser ausreichenden Mahlzeit noch genug Kraft und Muße hatte, den Denkmalsturm zu besteigen. Ich selbst verzichtete auf die 247 Stufen bis in die 6,6 m hohe Denkmalskrone, den ich noch aus meiner Kindheit kannte. So genoss Tina den grandiosen Ausblick leider allein, war aber nach dem erfolgreichen Abstieg hellauf begeistert und unternahm danach noch eine Fotosafari in Teile der Oberburg.

Das letzte Highlight unseres Besuches sollte dann noch der Blick in den Burgbrunnen sein… mit 176 m Tiefe der tiefste Burgbrunnen der Welt. Der Brunneneingang ist aus Sicherheitsgründen recht engmaschig mit einer Kuppel aus Draht bedeckt. Für physikalisch interessierte verspielte Besucher gibt es jedoch die Möglichkeit gegen einen Obulus aus einem Automaten zurecht geschliffene Steine zu erwerben um diese – theoretisch – durch eine kleine Röhre fallen und genau mittig die 176 m lange Reise zum Grund des Brunnens antreten zu lassen.

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Praktisch klappt das wohl nur, wenn man nicht wie wir das Pech hat, gerade nach einer Schulklasse zum Brunnen zu kommen. In Ermangelung genügend Taschengeldes haben einige der Schüler wohl versucht, alles mögliche Gestein in die Röhre zu stopfen, was unseren Stein an seiner Reise in die Tiefe hinderte. Er steckte fest und jeder Versuch ihn zu befreien scheiterte. Eine letzte Idee war es, einen Teil meiner Krücke zu benutzen um ihm den Weg frei zu räumen. Was gut klang entpuppte sich dann aber als dumme Idee, denn diese blieb beim Rettungsversuch glatt zwischen Stein und Röhre ziemlich fest stecken. Selbst jeder gewaltsame Befreiungsversuch scheiterte und wir können nur hoffen, dass zu dem Zeitpunkt niemand auf den Überwachungsmonitor der Kamera schaute, die unter dem Brunnendach hing und genau auf uns gerichtet war. Tina gelang es schließlich, sie gefühlvoll zu befreien, während ich so beiläufig wie nur möglich in die Kamera schaute :-)

Nach einem langen Aufenthalt auf der Burg kehrten wir zu unserem Auto zurück und machten uns auf den Weg nach Harztor, wo meine Familie schon auf uns Ausflügler wartete.

Sagenhafte Entdeckungen

Tags darauf waren meine Füße noch immer etwas müde von unserem Denkmalbesuch und während ich den Vormittag in der Ferienwohnung entspannte, erwanderte Tina ein wenig die Umgebung. Ein Wanderweg direkt hinter unserem Ferienhaus führt über den Burgberg durch die Sagenwelt des Südharzes. Innerhalb der alten Grundmauern der Ilburg sind phantasievoll gestaltete Filzobjekte zu entdecken, die Geschichten aus der Harzer Sagenwelt erzählen.

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So kamen meinem Schatz auf diesem Streifzug durch die Natur Riesen, Spinnen und allerlei andere phantastische Fotomotive vor die Linse. Apropos… auch Ilfelds kleine Gässchen und Fachwerkbauten sind herrliche Motive für eine Erkundungstour und bilden tolle Motive für einen Urlaubsschnappschuss.

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Den Abend verbrachten wir wieder mit meiner Familie in Nordhausen. Der klare Sternenhimmel am späten Abend versprach für den kommenden Tag, an dem wir einen Besuch auf der Ziegenalm geplant hatten, wieder besseres Wetter.

Lesen, Lecker & Gemecker

Sonnenschein weckte uns wieder an diesem Morgen und nach einem ausgiebigen Frühstück nutzten wir den Vormittag zur Entspannung. Einige Wochen vor unserem Urlaub hatten wir den Film „Maze Runner“ auf DVD geschaut. Begeistert von der Story recherchierte mein Hase und fand heraus, dass der Film auf einer Roman-Trilogie basiert, die sofort als Urlaubslektüre auserkoren und bestellt wurde. Die Bücher sind wirklich spannend und so ließen wir uns an diesem Vormittag von der Sonne bräunen, während wir Seite um Seite verschlangen. Derweil zogen über den Bergen Greifvögel ihre Bahnen vor strahlend blauem Himmel. So muss Urlaub sein :)

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Am Nachmittag dann holten uns meine Eltern ab und wir fuhren nach Sophienhof. In diesem kleinen Ort inmitten der Wälder waren wir im Januar schon einmal. Damals besuchten wir den Braugasthof, der wegen seines leckeren Essens und dem selbstgebrauten Bier einen guten Ruf genießt. Diesmal jedoch zog es uns zur Ziegenalm, einem großen Hof mit Almstube, Cafe, Hofladen und jeder Menge Tieren.

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Wir genossen die wärmenden Strahlen der Sonne bei einem Kaffee und erbeuteten anschließend im Hofladen noch etwas von der leckeren hausgemachten Leberwurst, sowie einige likörige Mitbringsel für uns selbst und die Lieben daheim.

Für den Abend dann hatten wir uns vorgenommen Essen zu gehen und standen vor einem kleinen Problem. So klein und schön Ilfeld auch ist… es hat ein kaum gar nicht vorhandenes Angebot an Möglichkeiten zum Ausgehen für Spätentschlossene. Die in Frage kommenden Gaststätten schlossen Küche und ihre Türen schon gegen 21 Uhr und so versuchten wir es beim Hotel an der Hauptstraße, welches durch seine Größe und Lage bedingt bestimmt noch auf haben und auf uns warten würde, oder?! Pustekuchen! Auch hier standen wir vor verschlossener Terassentür und beschlossen, direkt nach Nordhausen zu fahren um uns dort etwas Leckeres zu gönnen. Und wir hatten Glück und fanden in der Altstadt ein Restaurant mit einem leckeren Angebot für unsere hungrigen Mägen.

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Hexen, Gondeln und verschwundene Theater

Petrus meinte es gut mit uns und auch am vorletzten Urlaubstag begrüßte uns der Harz mit herrlichem Sonnenschein. So sattelten wir nach dem Frühstück unser Auto und fuhren wieder in den Harz hinein. Diesmal war der Hexentanzplatz hoch über Thale unser Ziel.

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Wie auch schon der Kyffhäuser gehörte der Hexentanzplatz zu den Orten, zu denen mich unzählige Wandertage in meiner Schulzeit führten. Schon damals war er ein beliebtes Ausflugsziel und er hat bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Das liegt vor allem an dem herrlichen Blick hinab ins Bodetal und auf die Roßtrappe, den man von dort oben genießen kann. Ist der Platz in Ferienzeiten und an Wochenenden ziemlich überlaufen, so konnten wir die Gegend an diesem Tag recht ungestört entdecken. Nachdem wir das Vogelklo auf dem recht leeren Parkplatz abgestellt hatten, führte uns unser Weg an den dort viel vorhandenen Souvenirbuden vorbei zum Rand des Plateaus, von dem die Felswand beinahe senkrecht hinab ins Tal abfällt. Bei dem schönen Wetter, was wir an diesem Tag hatten, bot sich uns ein wunderbarer Ausblick ins Tal bis hinab nach Thale.

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Nach einer ausgiebigen Fotosafari, bei der mein Schatz auch die entlegensten Winkel erkundete gönnten wir uns eine Verschnaufpause und enterten die Sonnenterasse eines Hotels direkt am Hang für eine Pause. Bei Milchkaffee und Cappuccino ließen wir die Füße ruhen und die Seelen baumeln.

Ausgeruht machten wir uns dann auf den Weg in Richtung Waldweg, der zur Bergstation der Kabinenbahn führt, die von hier oben bis hinab nach Thale führt. Hier verweilte ich ein Weilchen, während Tina noch ein Stück weiter lief um das Bergtheater zu suchen. Doch entweder war dieses zu gut versteckt, oder aber es befand sich genau hinter der Absperrung, die ihr den weiteren Weg verwehrte. Gut möglich, dass das Freilichttheater schon für die kommende Walpurgisfeier hergerichtet wurde. So beschlossen wir spontan uns Tickets für die Seilbahn zu holen und mit ihr hinab ins Tal zu fahren. Diese Fahrt muss man sich wirklich gönnen.

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Vorbei an schroffen Felsen und über den Wipfeln der Bäume geht es in den 2012 komplett erneuerten Kabinen auf einer Länge von 720 Meter hinab zur Talstation. Dort gönnten wir uns wieder einen Kaffee und schauten zu, wie eine noch nicht ganz fertiggestellte Gondelbahn unter den strengen Augen des TÜV Ihre ersten Runden drehte.

Überhaupt gibt es auch in Thale selbst noch jede Menge zu entdecken. Wir aber wollten entspannen und ließen uns weiter von der Sonne verwöhnen, ehe es mit der Seilbahn wieder hinauf in Richtung Hexentanzplatz ging. Diesmal jedoch in einer der grünen Gondeln, in die wir uns auf der Talfahrt noch nicht so recht trauten. Beim Ticketkauf hatten wir nämlich erfahren, dass diese einen Glasboden haben, so dass man wirklich den Blick in alle Richtungen genießen kann. So fuhren wir also wieder hinauf während unter unseren Füßen – diesmal sichtbar – die Felsen, Baumspitzen und Bergbäche vorbei zogen.

Mittlerweile war es auch schon Nachmittag und nachdem mein Schatz das Auto vom Parkplatz holte und mich an der Kabinenbahn einsammelte, fuhren wir über Thale und vorbei an der Rappbodetalsperre wieder in Richtung Harztor. Den letzten Abend verbrachten wir noch einmal gemeinsam mit meiner Familie und brachen dann, voller Eindrücke und müde vom Erlebten zur letzten Nacht in unserem Feriendomizil auf.

Hatten wir die meiste Zeit unseres Urlaubs schönes Wetter, so verabschiedete sich der Harz von uns am Samstag wieder einmal mit Regen. Nach einem frühen Frühstück und nach dem wir uns von unseren Gastgebern verabschiedet hatten, fuhren wir noch einmal nach Harztor zu meiner Schwester und verabschiedeten uns Mittags noch von meinen Eltern in Nordhausen, ehe wir dann wieder in den Norden aufbrachen. Im Gepäck hatten wir neben vielen schönen Eindrücken und Unmengen Fotos auch noch einiges an Thüringer Leckereien. Als wir am Morgen aufbrachen, erbeuteten wir in der Ilfelder Fleischerei noch einiges an Fleisch und Wurst für unsere verbleibende Urlaubswoche :)

Auf der Spur…

mystisch

Die besten Dinge verdanken wir dem Zufall. Doch wir müssen dafür bereit und offen sein.
(Dr. Ebo Rau)

Manchmal braucht es Glück, um schöne Orte zu entdecken, von deren Existenz man vorher gar nichts ahnte. Glück, wie wir es auf unserer letzten Reise hatten. Genau genommen stand unsere Reise nach Thüringen, zum 70. Geburtstag meines Stiefvaters, ganz im Zeichen des Glücks, denn wäre nicht alles so geschehen, wie es geschah, dann hätten wir vielleicht nie diesen verwunschenen Ort inmitten des Harzes besucht.

Wenn Tina die Reise nicht im letzten Augenblick doch hätte mit antreten können, dann wäre mir der Hinweis sicherlich nie und nimmer aufgefallen. Ebenso wenn wir in der Dunkelheit nicht mit 30 km/h durch die kleine verschlafene Harzgemeinde hätten fahren müssen (und ich mich nicht daran gehalten hätte). Und erst recht nicht, wenn wir uns diesmal nicht für eben jene kürzere Strecke durch den Harz entschieden hätten. So aber kam alles, wie es wohl kommen sollte. Wir waren am frühen Nachmittag im hohen Norden gestartet, mittlerweile war die Dunkelheit schon hereingebrochen und wir fuhren durch Scharzfeld, als Tina den kleinen Wegweiser am Straßenrand erblickte.

„Einhornhöhle“ stand darauf und uns war klar, dass wir auf der Rückfahrt hierher zurückkommen und den Spuren unbedingt folgen würden. Soviel schon hatten wir zwischenzeitlich von Daniel, unserem österreichischem Freund und geschätzten Einhorn-Experten über Herkunft, Leben und die Geheimnisse der Einhörner erfahren. Und so machten wir uns dann, nach einem wunderschönen Abend in Nordhausen, tags darauf auf die Suche. Der Ort war schnell wiedergefunden, doch ein klein wenig mussten wir suchen, ehe wir den kleinen Weg fanden, der uns hinauf in den Wald führte, wo sie verborgen liegt.

einhornhoehle000Die „Einhornhöhle“ in Herzberg am Harz. Da hatten wir schon soviel durch Daniel von Ihnen erfahren. Dachten, dass sie nur in österreichischen Gefilden leben und für unsere Augen (lt. Auskunft des Experten Daniel W.) nicht sichtbar sind und dann eine solche Entdeckung. Mitten in Deutschland. Eine Sensation, von der wir natürlich gleich ins Nachbarland berichten mussten.

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Zugegeben, ein Einhorn haben wir diesmal nicht zu Gesicht bekommen. Dazu waren wir zu früh unterwegs, halten die Tiere doch bis Anfang April ihren Winterschlaf. Aber wir haben uns fest vorgenommen, im Sommer noch einmal die Harzer Wälder zu besuchen und dann auch zur Höhle zu wandern. Stören werden wir die Tiere dann sicherlich nicht, die dann, wenn man der Aussage des Experten Glauben schenkt, durch Österreich streifen und sich vor den Touristen verstecken :-)

Hier noch ein paar kleine Eindrücke von unserer kleinen Entdeckungstour:

Noch 37 Stunden…

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Der Tag der Reise rückt immer näher. Nur noch ca. 37 Stunden sind es und dann starten wir gen Österreich.
Das Vogelklo wurde heute schon mal von mir einer Grundreinigung unterzogen. Jetzt steht nur noch packen für heute auf dem Plan und für morgen ein paar Einkäufe und das zusammenstellen der Lunchpakete und der Musik, die uns auf der Tour begleiten wird.

Uhuuuund…. das abholen der wundervollsten Frau der Welt von Gleis 3 morgen Abend. Moahhhh, wird das schön…