Schleswig-Thüringische Weihnachtstage

Unser erstes gemeinsames Weihnachtsfest …

Vorfreude

Es begann schon im Advent, denn unabhängig voneinander hatten wir die Idee, den jeweils anderen mit einem selbstgebastelten und -gefüllten Adventskalender zu überraschen. Da für mich Weihnachten doch nichts über einen echten Baum geht, es aber in der Wohnung an Platz für eine große Tanne mangelt, holte ich in Bonn einen kleinen Baum im Topf und legte die 24 Kalenderpäckchen darunter, während Tina – kreativ und gut planend, wie Frauen sind – für diesen Zweck einen schönen Stoff-Wandkalender besaß mit 24 kleinen Täschchen. Eine praktische und hübsche Idee und ich freute mich, dass mein Schatz sogar zwei dieser Stoffkalender besaß. Denn so konnte ich die kleinen Gaben für sie noch umpacken und der Kalender verschönerte die gesamte Adventszeit unser Esszimmer.

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Und… weckte jeden Tag auf’s neue die Neugier und die Vorfreude auf das gemeinsame Auspacken. Naja, wirklich gemeinsam konnten wir nur an den Wochenenden in unsere Kalendertürchen -täschchen schauen. Die Woche über zelebrierten wir nach Feierabend dieses Ritual vor der Webcam und konnten so an der Freude des anderen teilhaben….

Festlichkeit

Schon einige Wochen vor dem Fest hatten wir beschlossen, Heiligabend bi uns to Hus gemeinsam mit Tinas Paps und Halina zu feiern. Auch Franz, unseren Vermieter, luden wir ein und waren schon Tage zuvor im vorfreudigen Planungsfieber. Eine gemütliche Raclette-Runde sollte es werden und ebenso unkompliziert wie die Entscheidung über das Wie und Wo, verlief die Aufteilung der Dinge, die jeder vorbereiten und mitbringen sollte. Obwohl Tina auch an Heiligabend noch arbeiten musste, schafften wir die Vorbereitungen völlig stressfrei und bastelten schon Tage zuvor an der Tischdeko und den kleinen Tüten mit schokoladigen Leckereien und selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen, die wir als kleine weihnachtliche Überraschung für jeden Gast vorgesehen hatten. Die Vorfreude wuchs mit jedem Tag und als der Heiligabend endlich gekommen war, wartete ein festlich dekorierter Tisch auf die Gäste.

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Allerlei Köstlichkeiten fanden den Weg in die Raclette-Pfännchen und dazu gab es von Franz‘ leckerem Wein. In gemütlicher Runde saßen wir so Stunden zusammen, schnackten und ließen es uns munden :) Später dann ließen wir den Abend mit einer kleinen Bescherung zu zweit ausklingen und packten auch das Päckchen aus, welches uns Claudi und Kalle mitgegeben hatten und das schon seit Tagen neugierig machend unter unserem kleinen Weihnachtsbaum stand.

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Die Überraschung und die Freude war riesig, als wir ein Schoko-Fondue auspackten. Genau das richtige für uns Süßschnuten… Danke an Euch, Claudi & Kalle :)

Weihnachtsreise

Tags darauf hieß dann zeitig raus aus den Federn, denn über die Feiertage waren wir noch in Thüringen bei meiner Familie eingeladen. Und so machten wir uns mit kleinen Gaben im Gepäck auf nach Nordhausen, wo wir am späten Nachmittag genau richtig zum Kaffee bei meinen Eltern ankamen und Tina endlich meine Familie kennenlernte.

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Zum Abendessen fuhren wir dann nach Harztor (wie Niedersachswerfen nun heißt) und saßen noch bei meiner Schwester zuhause bei einem Glas Wein zusammen.

Eine Pension für uns allein

Für die Übernachtung in Thüringen hatten wir uns vorher schon nach einigen Möglichkeiten umgesehen. Praktischerweise hatten Sven und Antje noch eine kleine Pension in Harztor in der Hinterhand Den Schlüssel hatten die beiden schon für uns in Empfang genommen.

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Während die Pension normalerweise gut gebucht ist – die Fußballer von Wacker Nordhausen nutzen sie gern bei ihren Heimspielen – war sie über den Jahreswechsel eigentlich geschlossen. Doch da Sven den Besitzer kennt, kamen wir so in den Genuss, das Haus ganz für uns allein zu haben. Schon ein irres Gefühl :) Am Morgen dann hatte man uns sogar ein kleines Frühstück im großen Speisesaal eingedeckt. Wir ließen es uns schmecken und fühlten uns herrlich verwöhnt.

Da es an diesem Tag wieder nach Hause gehen sollte musste, packten wir unsere sieben Sachen zusammen, hinterließen den fleißigen Heinzelmännchen neben der Frühstückstafel noch ein wenig Schweizer Schoki als weihnachtliches Dankeschön und machten uns dann wieder auf den Weg zu meiner Schwester. Zuerst jedoch verfolgten wir noch die Harzquerbahn für einige Fotos bis nach Ilfeld und bummelten dann noch für ein kleines Fotoshooting um die kleine Kirche in Niedersachswerfen. Nachdem wir uns von Antje, Sven, Marvin und Jonas verabschiedet hatten, fuhren wir nach Nordhausen zu meinen Eltern, da wir dort noch zum Mittagessen eingeladen waren. Auf dem Weg jedoch gab es für Tina noch ein kleines Sightseeing durch die Altstadt von Nordhausen.

Es war Nachmittag, als wir uns wieder auf den Weg nach Hause machten. Im Gepäck hatten wir neben allerlei Weihnachtsgaben noch eine Menge schöner Eindrücke der vergangenen Stunden :)