Klopf, klopf …

Speedy01kl Wenn die Sonne schon so schön scheint im Herbst, dann sollte man sich nicht im Haus verkriechen.

Also genossen wir die wärmenden Strahlen der Herbstsonne bei einem Kaffee auf der Hollywoodschaukel im Garten und auch dieser kleine Stubenhocker musste es sich gefallen lassen, dass Tina ihn aus seinem Haus kitzelte :-)

Schüffööö

Das Radio war Schuld! Dort hörte ich von der bevorstehenden Traditionssegler-Regatta in Kiel. Krankheitsbedingt hatte ich schon die Kieler Woche verpasst und hier nun bot sich mir die Möglichkeit, endlich wieder Schüffööö (man kann es schlecht schreiben, aber es klingt süß, wenn mein kleiner Neffe es sagt) zu sehen. Mir war klar, da mussten wir hin und da ich mit der besten Frau der Welt zusammen lebe, musste ich nicht lange bitten. Selbst ein befürchtetes Chaos in der Innenstadt (Fußball und Demo) konnte uns nicht abschrecken, so dass wir uns am Nachmittag auf den Weg zum Bahnhofskai machten.

Menschenmassen, große Segler, urige Markt- und Handwerksstände inmitten herrlicher Shanty-Klänge … wunderschöne Bilder zogen vor meinem geistigem Auge vorbei. Dass dann ausgerechnet dieses Bild fast schon das Highlight des Tages war lässt erkennen, dass die Erwartungen an dieses „Event“ wohl etwas groß waren…

regatta000 Die Besucherzahl war (zumindest an diesem Samstag Nachmittag) doch recht übersichtlich und so ließ es sich recht entspannt über die ein wenig kurz geratene Veranstaltungsmeile schlendern. Hatte aber auch wiederum sein Gutes, denn so gab es keine langen Schlangen an den im Vorfeld so fleißig beworbenen Marktständen. Andererseits hinterließen diese so aber auch einen etwas trostlosen Eindruck.

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Nun ja… wenigstens regnete es nicht und zwei Sonnenscheinchen wie wir es sind finden ja überall Gelegenheit zum genießen. Beschallt von Dudelsackmusik ließen wir uns eine Bratwurst schmecken und beschlossen dann, im „Vapiano“ noch einen Kaffee zu trinken. Dort fanden wir noch einen freien Tisch auf der Terasse und als hätte der liebe Gott meine Wünsche erhört, ließ er dann doch noch einen großen Segler, die „De Albertha„, direkt vor der Terasse anlegen :-)

Hier noch ein paar Eindrücke von diesem Tag.

 

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Alles hat ein Ende …

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… auch unser Urlaub. Leider! Sieben wunderschöne Tage in Österreich und der Schweiz gehen zu Ende. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns am Morgen von Nini und Wolf und machten uns auf die Heimreise.

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Natürlich nutzten wir noch die Möglichkeit in der Schweiz günstig zu tanken und so kam ich auch noch an ein paar Franken und Rappen als Souvenirs. Den ganzen Weg zurück ins Rheinland schwelgten wir noch in Erinnerung an das Erlebte der vergangenen Tage. Zwischendurch erbeuteten wir bei einer Rast noch die letzten Urlaubssouvenirs. Zwei schöne Kaffeebecher waren es, die Tina ins Auge fielen und die, dank des sehr günstigem Becherpfandes, den Weg ins Rheinland mit antraten.

Da wir zügig durchkamen beschlossen wir, den Urlaub bei einem Abendessen ausklingen zu lassen. Den Kühlschrank in Bonn hatten wir vor unserer Reise ja noch geplündert und im Reisegepäck befand sich lediglich eine Menge Senf aus Österreich und Schokolade aus der Schweiz. Also fuhren wir, kaum im Rheinischen angekommen von der Autobahn ab und fanden in Sinzig ein nettes kleines Bierhaus. Leckeres Essen und – kaum zu glauben – auch noch die Möglichkeit im Gastraum zu rauchen. Was will man mehr … :-)

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Wieder in unserem Bonner Reich angekommen rief uns auch schon bald die Nacht, denn anderntags ging es schon ganz früh weiter… für mich mit dem Flieger in Richtung Berlin und für Tina – leider allein – mit dem Autochen gen Norden.

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Konstanz

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Der letzte Tag unseres Urlaubs führte uns (noch einmal) nach Konstanz, der direkten Nachbarstadt von Kreuzlingen. Beide Städte sind regelrecht zusammengewachsen, so dass die Staatsgrenze zwischen der Schweiz und Deutschland zum Teil mitten zwischen einzelnden Häusern und Straßen hindurch verläuft. Dank Nini kamen wir trotz des ziemlich hohen Verkehrs auf den Straßen gut durch das Gewimmel und steuerten als erstes Ziel den Hafen an, wo wir auch direkt eines der Schiffe bestiegen. Entspannt und bei gutem Wetter ging es dann ca. eine dreiviertel Stunde lang über den Bodensee, ehe wir wieder an die Anlegestelle zurückkehrten und auf den Steinstufen vor dem Konzilsgebäude ein wenig verweilten und das gute Wetter und den Blick auf die Imperia genossen.

konstanz02Danach bummelten wir ein wenig durch die Innenstadt. Auch neue Postkarten besorgten wir, denn die Lieben daheim sollten ja auch von dieser Station unserer Reise Grüße erhalten. Mit platten Füßen und hungrigen Mägen kehrten wir dann in der „Hexenküche“ ein, einem urigen Steakhaus im Herzen von Konstanz.

Den Rückweg nach Haus nutzten wir danach noch für eine kleine Fotosafari.

Noch mehr unserer vielen Bilder findet ihr hier…

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Kampf der Geschlechter

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Außer uns werden sich sicher auch die Nachbarn von Nini und Wolf noch lange an unseren Spieleabend erinnern. Gestärkt durch Preetzer Likör schlugen Wolf und ich uns gegen unsere Holden tapfer im „Kampf der Geschlechter“. Das Spiel hatte ich erst kurz vor unserer Reise bei ebay ersteigert und die Idee, es mit in den Urlaub zu nehmen erwies sich als goldrichtig. Egal ob beim Versuch das andere Geschlecht einzuschätzen oder während der Show- und Countdownrunden die Oberhand zu behalten… wir hatten eine Menge Spaß damit an diesem Abend.

1 : 1 stand es nach zwei Runden und da die Nachbarn sicherlich nicht noch eine Runde ausgehalten hätten, beendeten wir den Tag mit einer Partie „Trivial Pursuit“.

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Sonnenuntergang am See

sonnenuntergangNach unserer Rückkehr vom Rheinfall schnappten wir uns unsere Badesachen (in unserem Fall waren es die neuen schlumpfigen Badetücher) und fuhren nach Mannenbach-Salenstein zu einem kleinen schnuckeligen Bootshaus mit eigener Anlegestelle. Hatten wir erst überlegt, dort nur kurz zu verweilen, so entschlossen wir uns dann – begeistert von diesem schönen Fleckchen und dem vorhandenen Grill – noch einmal einen Grillabend direkt am See einzulegen. Fleisch, Brot und Getränke besorgten wir schnell in einem nahegelegenem Markt und genossen dann ein unvergessliches Abendessen bei Sonnenuntergang direkt am See.

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Erst als die Luft zu kühl und die Mücken zu frech wurden machten wir uns satt und voll schöner Eindrücke wieder auf den Heimweg.

 

 

 

Weitere Bilder gibt es hier…

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Rheinfall

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Am frühen Mittag brachen wir gemeinsam auf in Richtung Rheinfall. Schon auf dem Weg dorthin zeigte es sich, welch unschätzbaren Vorteil es hat, mit jemandem unterwegs zu sein, der die Gegend kennt und Nini kennt den Bodensee und seine Umgebung wie ihre Westentasche. So machten wir auf dem Weg nach Schaffhausen an vielen Stellen entlang des Bodensees eine Fotopause, die wir allein sicherlich auf keinen Fall entdeckt hätten.

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Angekommen am Rheinfall hatten wir dann die Wahl zwischen verschiedenen Bootstouren. Wir entschieden uns für eine kleine Rundfahrt im Rheinfallbecken. Gut eine Viertelstunde genossen wir so ein wirklich beeindruckendes Naturschauspiel aus nächster Nähe. Auch wenn der Rhein um diese Jahreszeit weniger Wasser führte und wir nicht den Felsen inmitten des Rheinfalls erklommen, war es ein großartiges Erlebnis.

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Wieder zurück an Land ließen wir den Anblick bei einem Kaffee noch eine Weile auf uns wirken, ehe wir uns am Nachmittag wieder auf den Heimweg machten. Natürlich ließ es sich Nini nicht nehmen, uns auch auf dem Rückweg nach Kreuzlingen noch einige schöne Orte zu zeigen.

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Grillgut ~ alles gut

Unseren ersten Urlaubstag in der Schweiz begannen wir ganz entspannt bei einem Kaffee auf der Terasse. Erst gegen Mittag machten wir uns auf in Richtung Konstanz, wo wir Grillgut für den Abend einkauften und auf dem Rückweg noch einen Abstecher zum Boots- und Yachthafen Seegarten machten.

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Gemütlich saßen wir am Abend zusammen, grillten und schmiedeten Pläne für die kommenden Tage. Jemand, der gesehen hätte, wie wir vier in so herzlicher Atmosphäre zusammen gesessen, geplaudert und gelacht haben, hätte sicher nie geglaubt, dass wir uns erst Stunden zuvor das erste Mal in unserem Leben live gegenüber gestanden haben.

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Schweiz, wir kommen…

Mittwoch, 04.09.2013

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Ein letztes gemeinsames Frühstück mit unseren lieben Gastgebern, ein letzter Blick von unserem Urlaubsbalkon auf den Hundskopf und das Bergpanorama und dann machten wir uns auf die 250 km lange Weiterreise nach Kreuzlingen in die Schweiz. Unseren ersten Halt machten wir schon in Pettnau um den Lieben daheim Kartengrüße zu senden. Entlang der Inntalautobahn A12 ging es dann weiter auf einer landschaftlich sehr reizvollen Strecke bei der hinter jedem Tunnel ein neues Bergpanorama auf uns wartete. Und es waren einige Tunnel durch die wir fuhren. Bzw. Tina, die am Steuer saß. Nach dem 14 km langen Arlbergtunnel machten wir unsere zweite Rast an der Autobahnraststätte Innerbraz. Bei einem letzten Verlängerten teilten wir die Reste unserer Reiseverpflegung mit einer Familie Spatzen Zebrafinken Piepmätzen.

voegelchen

Am Nachmittag gegen 16.45 Uhr dann hieß es…

Servus Österreich ~ Grüezi Schweiz!

Da sich eine Vignette für die paar Tage in der Schweiz nicht lohnte, fuhren wir die letzte Etappe nach Kreuzlingen nur auf mautfreien Straßen und… ich verfuhr mich direkt. Nachdem wir die richtige Route wieder fanden und ich den ersten Kulturschock (ich sage nur: Kreisverkehre und Fußgängerüberwege…) überwunden hatte, dauerte es nicht lang und wir sahen ihn endlich … den Bodensee :-)

Camera 360

In Rohrschach am Hafen erkundeten wir ein wenig die Gegend und tranken unseren ersten Kaffee auf Schweizer Boden. Danach brachen wir in Richtung Kreuzlingen auf, wo Nini, Wolf, Flo & ein leckeres Gulasch schon auf unsere Ankunft gewartet hatten und uns herzlich begrüßten.

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Schneckentempo

Schneckentempo

Bei der Verabschiedung aus Österreich :

Wir:
„Ihr bekommt ein paar Urlaubsfotos vom Bodensee per E-Mail!“

Daniel:
„Das kann dauern aus der Schweiz. Ihr wisst doch: ‚Heut ein Byte, morgen ein Byte‘!“

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Abschluss XXXL

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So langsam näherte sich unser Aufenthalt in Österreich seinem Ende. Wirklich wunderschöne Stunden haben wir in Weer verbracht und als Dankeschön für ihre Gastfreundschaft luden wir Daniel und Melanie zum Essen ein. Die beiden entführten uns zur Backhendlstation Valterwirt nach Buch, wo sich Isolde zu uns gesellte und wir die spannenden und schönen Tage noch einmal Revue passieren ließen.

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Die drei Einheimischen hatten uns was die Größe der Schnitzel anging schon vorgewarnt, doch beim Anblick der Portionen auf den Tellern verschlug es uns dann doch die Sprache. Tellergroß waren die Wiener Schnitzel und wären hier in Deutschland mit dem Zusatz XXL verkauft worden. Auch der Grillteller, den ich mir aussuchte war so gut gefüllt, dass davon noch einiges als Reiseverpflegung für die Weiterreise am kommenden Tag in die Schweiz herhalten konnte.

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Achensee

Leider konnte Melanie an diesem Tag nicht mit und so machten wir uns zusammen mit Daniel nach dem Frühstück bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein auf in Richtung Achensee. Eine Bootsfahrt auf dem größten Tiroler See stand schon in den Tagen und Wochen vor unserer Reise ganz oben auf unserer Wunschliste. Entsprechend gut gelaunt verlief die Hinfahrt, nur kurz unterbrochen, um uns für die anstehenden Stunden mit einer weiteren österreischischen Spezialität, einem Fleischkassemmel, zu stärken. Zwar hätten wir uns auch für eine Fahrt mit der Dampf-Zahnradbahn entscheiden können, die ab Jenbach fährt, aber wir entschieden uns zugunsten einer längeren Rundfahrt auf dem See für die Weiterfahrt mit dem Auto. Als Ausgangspunkt unserer Rundfahrt, wählten wir ganz spontan Seespitz, wo wir die Wartezeit bis zur nächsten Abfahrt des Schiffes mit Verlängertem, Eis und fotografieren des herrlichen Seepanoramas verkürzten. Eine halbe Stunde später war es dann soweit und wir enterten die „MS Tirol“.

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Während der folgenden zwei Stunden an Bord ließen wir uns von der wirklich umwerfenden Landschaft beeindrucken. Von Seespitz aus ging es über Buchau, Pertisau, Gaisalm, Achenseehof nach Scholastika (Achenkirch) und wieder zurück und in jedem Moment dieser Rundreise gab es etwas zu entdecken entlang dieses bis zu 133 m tiefen Sees. Wir haben ihn mit Sicherheit nicht das letzte Mal bereist.

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Während am Ostufer die Achenseestraße mit ihren zahlreichen Tunnel malerisch entlangführt, beeindruckten uns am Westufer die steil abfallenden Gipfel und Kalksteinwände des hier endenden Karwendelgebirges. Dieses Westufer ist nur zu Fuß begehbar über einen Wanderweg, der zum Teil nur als ein schmaler Steig (Mariensteig), teilweise mit Treppenstufen bis zur Gaisalm führt.

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Wir verließen das Schiff mit einer Unmenge schöner Eindrücke im Gepäck und machten uns auf die Rückreise, auf der Daniel noch ein besonderes Schmankerl für uns hatte. Einen Stop an der „Kanzelkehre“, einem Panoramarestaurant, von dessen Terasse wir einen wunderschönen Blick über das Inntal und auf die Zillertaler Alpen genießen konnten.

kanzelkehre

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Sightseeing in und um Weer

Auch wenn bisher der Eindruck entstanden sein könnte, dass unsere Entdeckerherzen eher nach kulinarischen Beobachtungen dürsteten, so verloren wir nie den Blick für die großen und kleinen Sehenswürdigkeiten an unserem Urlaubsort. Auf dem Rückweg von der „Hausstatt“ machten wir Halt an der Pfarrkirche Mariä Empfängnis mit ihrer markanten Doppelturmfassade. 1872 im neuromanischen Basilikastil erbaut, ist sie mit ihrer dominierenden Außenerscheinung und ihrem reich ausgestatteten Innenraum ein bedeutendes sakrales Baudenkmal des Historismus in Tirol.

Natürlich konnten wir nicht nach Haus, ohne uns auch die Kirche anzuschauen, die uns mit ihrem beleuchtetem Kirchturm schon bei unserer Ankunft empfangen hat und zu einem unverzichtbaren Teil unseres Urlaubspanoramas geworden ist. Es waren die Glockenschläge der Pfarrkirche St. Gallus, die uns Morgens begrüßten und uns des Nachts, wenn wir noch auf dem Balkon beisammen saßen und die Eindrücke des Tages auf uns wirken ließen, daran erinnerte, dass es Zeit wird ins Bett zu gehen und uns auszuruhen für den nächsten Tag. Sie ist eine der schönsten Rokokokirchen Tirols und definitiv einen Besuch wert. Die prachtvollen Deckenmalereien stammen vom bekannten Tiroler Maler Anton Zeiller.

Ein ganz besonderes Filmerlebnis erwartete uns dann noch am Abend. Daniel zeigte uns Fotos und Filme vom beinahe 12-monatigem Umbau des Hauses, welches Tina noch von ihrem letzten Besuch einige Jahre zuvor in seinem alten Gewand kennenlernte. Es war schon ziemlich beeindruckend zu sehen, welch Verwandlung das Haus während dieser Zeit durch machte und wie viel Arbeit in diesem Umbau steckte. Bei einer letzten Zigarette vor dem Schlummern standen wir dann auch ziemlich staunend auf dem Balkon, schauten auf den doch recht schmalen Weg, der zum Haus hinauf führt und stellten uns vor, wie auf diesem kleinen Weg (welchen Daniel jedesmal gekonnt und rasant rückwärts bewältigte) zur Zeit des Umbaus große Baumaschinen standen.

Mehr unserer vielen Bilder zu diesem Ausflug gibt es hier…

 

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Weitblick

Das Schöne an unserer Urlaubsplanung war… dass wir keine große Planung hatten. Bis auf einige Highlights, die wir uns vorab ausgeguckt hatten, wollten wir unsere Tage nicht zu voll stopfen und unsere Unternehmungen und Ausflüge auch ein wenig mit dem Wettergott abstimmen. Für unseren Aufenthalt in Österreich hatten wir uns lediglich eine Bootsfahrt auf dem Achensee fest vorgenommen. Als ein zweites mögliches Ausflugsziel hatten wir uns Innsbruck und eine Fahrt mit der Hungerburgbahn auserkoren. Diese Idee jedoch ließen wir dann bei der gemeinsamen Pizza zum einen witterungsbedingt und zum anderen aus Zeitgründen sausen.

Erwin war es, der als Alternative die „Hausstatt“ vorschlug, ein Alpengasthof oberhalb vom Weerberg. Und so machten wir uns am Nachmittag zu viert auf den Weg und erklommen in Melanies Auto die Serpentinenstraße, was an sich schon ziemlich beeindruckend war und dem Autochen einiges abverlangte. Wie sehr das Vogelklo auf diesem Weg geschnauft hätte, mag ich mir gar nicht auszumalen.

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Der Tipp von Erwin erwies sich als wirklich wundervolle Idee. Bei einem Verlängerten (die zweite gelernte österreichische Vokabel) ließen wir es uns gut gehen und genossen von der Sonnenterasse des Gasthofs aus die Aussicht von 1.250 m auf das Karwendelgebirge und das Inntal bis weit über Innsbruck.

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Pizza Tirolio

Zutaten für den Teig (für ca. 6 Personen):

  • 750 g Weizenmehl
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 gestrichenen EL Salz
  • 15-20 g Hefe
  • 400 ml lauwarmes Wasser
  • 1 kleine Prise Zucker
  • 1 große Prise Spaß bei der Zubereitung

Das Mehl und das Salz in einer Schüssel vermengen und das Öl hinzugeben. Die Hefe in etwas lauwarmen Wasser zusammen mit dem Zucker auflösen und etwas ruhen lassen. Danach das Hefewasser in die Schüssel zu den anderen Zutaten geben und zu einer teigigen Masse verrühren und kneten. Die Schüssel abdecken und den Teig darin für ein kleines Weilchen ruhen lassen.

Derweil können schon einmal die Zutaten für den Belag vorbereitet werden. Wir empfehlen einen bunten Mix aus Salami, Schinken, Champignons, Paprika und Zwiebeln, der auf den später ausgerollten Teig (Höhe ca. 1-1,5 cm, da der Teig im ofen noch etwas fluffiger wird) kreativ angerichtet und verteilt wird.

Nach 10-25 Minuten im vorgeheizten Ofen kann dann das Genießen beginnen :-)

 

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Pizza, Senf und fremde Wörter…

 

 

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Guten Morgen Österreich! Gut gelaunt und ausgeruht genossen wir den Ausblick von unserem Urlaubsbalkon auf die noch wolkenverhangenen Berge. Der Wettergott hatte sich wohl überlegt, dass es spannender wäre, uns die wundervolle Aussicht in ganzer Pracht erst nach und nach zu präsentieren. Aber auch so war es ein wirklich atemberaubender Anblick für zwei „Flachlandtiroler“ wie uns, die sonst allenfalls nur Hügel zu sehen bekommen, an dem wir uns auch in den kommenden Urlaubstagen nicht satt sehen konnten.

Nach einem gemeinsamen Frühstück ging’s nach Schwaz, wo wir den dortigen „Interspar“ eroberten und ich selbst meine erste österreichische Vokabel lernte. Im Supermarkt waren laut einem Aushang gerade „Faschierte Wochen“ ausgerufen, was mich als derzeitigen Wahlrheinländer sofort an Karneval bzw. Fasching denken ließ. Aber wo waren die Kostüme? Faschiertes = Hackfleisch. Verrückt, aber seit diesem Tage geht mir das nicht mehr aus dem Kopf. Wir ließen aber das Hack faschiert sein und füllten unseren Einkaufswagen neben sehr leckeren Sorten Senf (an denen konnten wir einfach nicht vorbei) mit allerlei Zutaten für das Mittagessen.

Schon Wochen vor unserem Urlaub hatten wir unsere lieben Gastgeber neugierig auf unsere selbstgemachte Pizza gemacht. Vom Einkauf zurück ging es dann auch direkt an die Zubereitung derselben, während Daniel zum Salat sein sensationelles und legendäres Honig-Senf-Dressing kredenzte.

pizza

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Auf nach Österreich…

Sonntag, 01.09.2013

Zwei Stunden später als ursprünglich geplant, entspannt und voller Vorfreude auf die kommenden Tage, machten wir uns um 10.30 Uhr von unserem rheinischen Domizil aus auf den Weg. 718 km lagen da vor uns, nachdem wir uns für die an reizvollen Baustellen nicht arme Strecke über die A61 entschieden haben.

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Nach einer eher unspektakulären ersten Rast, an der wir lediglich unseren Vorrat an SaniFair-Wertbons auffüllten, ging es weiter, bis uns unsere knurrenden Mägen auf der A5, kurz vor der Fächerstadt Karlsruhe (*), an die gut gefüllte Kühltasche im Kofferraum erinnerten. So steuerten wir den Rasthof Bruchsal-West an, der – wie sich herausstellte – mit einem beschaulich gelegenen Teich voller Seerosen durchaus als nette Kulisse für ein Picknick von zwei Entdeckungsreisenden wie uns herhalten konnte.

Gesättigt und mit immer noch reichlich vorhandenen Lunchpaketen (ich habe am Vortag beim zubereiten sehr großzügig geplant *schmunzel*) ging es weiter über die A5 und die A8  an Stuttgart vorbei  weiter gen Süden, wo wir am Rasthof Edenbergen das nach Benzin dürstende Vogelklo betankten und uns bei dieser Gelegenheit das benötigte Pickerl für Österreich besorgten.

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Bis zu diesem Zeitpunkt meinte es der Wettergott gut mit uns. Sieben Stunden dauerte bis dorthin unsere Reise schon und in all der Zeit war die Sonne unsere treue Begleiterin. An München und Rosenheim vorbei ging es nun spürbar bergauf in Richtung Österreich. Überquerten wir die Grenze zum Nachbarland noch halbwegs trocken, kam mit zunehmender Dunkelheit der für diesen Tag angesagte Regen hinzu und offenbarte, dass meine Idee, unser Reisegefährt tags zuvor frisch zu waschen – und vor allem zu wachsen – vielleicht doch etwas suboptimal gewesen ist

Nach ziemlich genau 10 Stunden Fahrt erreichten wir Weer, unser erstes Urlaubsziel, wo wir von Melanie und Daniel schon sehnlichst erwartet wurden und uns vom Balkon der Ausblick auf den beleuchteten Kirchturm der Pfarrkirche Sankt Gallus für die lange Fahrt entschädigte.

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Endlich… Uuuuuurlaub …

Und kaum zu glauben. Schon an unserem ersten Urlaubsabend wurde ich meinen Gewohnheiten untreu. Als sonst ausschließlicher Cola-Trinker folgte ich Daniels Empfehlung, doch mal Almdudler zu probieren und … habe von da an eine neue Sucht für mich entdeckt :-) Ist aber auch zu lecker!

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Auf Schienen…

…lässt man ganz schön Nerven. Das musste Tina erfahren, als sie sich am Samstag Nachmittag auf den Weg nach Bonn machte.

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Ging es von Preetz nach Kiel noch relativ entspannt zu, so fing das zittern schon an, als der Anschlusszug in Kiel mit ein wenig Verspätung gen Hamburg startete. Nicht viel zwar, aber doch genug, um schon ein wenig ins Grummeln zu kommen beim Gedanken daran, dass die Umsteigezeit in Hamburg von Gleis 7a auf Gleis 14a/b mit 9 Minuten ohnehin relativ knapp bemessen war.

Diese 9 Minuten hätten auch ausgereicht, wenn… ja wenn an diesem Samstag nicht der HSV gespielt hätte und nicht nur mein Schatz dem Rhein entgegenfieberte, sondern auch die nach Hamburg gereisten Braunschweiger Fußballfans nach dem Spiel wieder nach Hause wollten. Ein Umstand, den die Bahn natüüüürlich nicht vorhersehen konnte. So ein Fußballspiel kommt ja schließlich überraschend…

Und so kam es, dass tausende hunderte Braunschweiger Fans das Gleis bevölkerten, von dem eigentlich der Zug gen Süden abfahren sollte. Na toll! Zwar fahren die Züge stündlich, aber da wir die Tickets online zum Sparpreis gebucht hatten, war ein einfaches Wechseln der Reiseverbindung nicht so ohne weiteres möglich. Wäre ja auch zu einfach gewesen… Die Differenz zwischen dem Normal- (101 €) und dem gebuchten Sparpreis (39 €) muss ja schließlich beglichen werden… und sei es mit den Nerven der Kunden.

Grundsätzlich war die Bahnmitarbeiterin am Servicepoint ja bereit, das Ticket umzuschreiben und die Zugbindung aufzuheben, allein, es fehlte ihr an der zündenden Idee für einen Grund (als ob der nicht offensichtlich gewesen wäre angesichts einem großen Polizeiaufgebot und der Braunschweiger Fußballfans.

Tina: “Schreiben Sie doch einfach: Fußballfans!”

Soviel Kreativität beeindruckte dann auch die Mitarbeiterin der Bahn und mein Schatz konnte mit einer Stunde Verspätung, aber dem gebuchten Ticket die Weiterreise antreten.

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Dann… um 00:25 Uhr konnte ich sie am Bonner Bahnhof endlich in die Arme schließen.

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