Windjammerparade

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Die Kieler Woche ist reich an Höhepunkten und einer davon ist in jedem Jahr die Windjammerparade auf der Kieler Förde. Leider musste Tina arbeiten und so machten ihr Paps und ich uns am Samstag Vormittag allein auf dem Weg in Richtung Heikendorf. Dort, am Uferweg sollte man einen richtig guten Blick auf die Parade haben. Allerdings waren wir nicht die Einzigen, die diese Idee hatten und so mussten wir uns eine Weile durch den Verkehr kämpfen, ehe wir das Auto dann doch in Strandnähe wild parken konnten. Nach einem kleinen Fußweg kamen wir zum Strand, wo wir uns auch gleich ein gutes Plätzchen suchten mit einem freien Blick auf die Kieler Förde. Das Wetter war, bis zu diesem Zeitpunkt recht angenehm. Der Himmel war zwar bedeckt, aber es war so warm, dass wir es uns ohne Jacken in den mitgebrachten Faltstühlen bequem machen konnten und uns die Zeit bis zum Start der Parade bei Kaffee und leckeren Mettbrötchen vertrieben.

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Pünktlich ging es los und um kurz nach elf schon tauchten die Masten der Gorch Fock, die traditionell die Parade anführt, hinter der Möltenorter Schanze auf. Rund 100 Groß- und Traditionssegler folgten ihr entlang der Kieler Förde in Richtung Laboe.

Am beeindruckendsten waren natürlich die großen Windjammer, die Drei- und Viermaster, in vollen Segeln. Vor dem nun dunkel bewölkten Himmel boten die weißen Segel ein herrliches Bild. Wir sahen neben der Gorch Fock u.a. die russische Kruzenshtern, die Thor Heyerdahl und die Sea Cloud II, ein 5-Sterne-Kreuzfahrtschiff.

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Mit 114,5 m Länge war die Kruzenshtern der längste der teilnehmenden Segler. Auch mit dabei, auch wenn wir sie nicht sahen, war die De Albertha, die Tina und ich schon im vergangenen Jahr bei der Traditionssegler-Regatta im Kieler Hafen gesehen hatten.

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Nach einer Stunde und zwanzig Minuten, der Himmel war inzwischen richtig dunkel geworden, fielen die ersten Regentropfen. Eine Gewitterfront zog mitsamt Regenschauern und Hagel über die Kieler Förde hinweg. Zum Glück hatten wir unsere Sachen rechtzeitig ein- und uns in wetterfeste Capes verpackt (Danke für die weise Voraussicht an Tinas Paps) und stiefelten durch den Regenguss zum Auto zurück. Durchnässt, aber voller schöner Eindrücke gönnten wir uns in Preetz noch einen Kaffee, ehe es nach Hause zum Sichten der Fotos ging :-)

 

Auf nach Dänemark ~ Teil 2

Von der Südspitze der Insel Alsen aus führte uns unser Weg nun an die Ostküste der Insel. Ca 4 km südöstlich von Fynshav liegt Blommeskobbel – ein kleiner Wald, den ich noch zwei Tage vor unserer Reise als Etappenziel ausgeguckt hatte. Auch hier führt nur ein Feldweg direkt zum Wald, der allerdings, wenn man von Süden kommt, auf der Landstraße ausgeschildert ist.

Wir parkten direkt am Waldrand auf einem kleinen Parkplatz und folgten dem Weg, der geradeaus in den Wald hineinführt. Tinas wachsames Auge erspähte am Wegesrand einige Äste, von denen sie direkt einige Zweige für kreative Basteleien „abzweigte“.

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Nach etwa 300 m erreichten wir eine Weggabelung und ein kleiner Wegweiser verriet uns, dass wir in 200 m unser Ziel erreicht haben würden. Und tatsächlich, nachdem wir dem Weg weiter folgten, sahen wir nach einer weiteren Biegung des Weges schon die ersten Dolmen.

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Hier, inmitten des kleinen Buchenwaldes befindet sich die größte Anzahl von Hünengräbern in ganz Skandinavien. Die über 5000 Jahre alten Gräber wurden zwischen 3500 und 3100 v.Chr. für die führenden Mitglieder der frühen Bauerngesellschaft errichtet.

Ein herrlich schöner Ort. Lediglich ein paar Wanderer kamen hin und wieder mal vorbei, aber die meiste Zeit waren wir allein und konnten in aller Ruhe diesen beinahe verwunschenen Ort entdecken und bestaunen.

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Die Bildergalerie am Ende des Beitrages vermittelt einen kleinen Eindruck davon, wie schön es dort war :-)

Nach dem wir durch den angenehm kühlen Wald wieder zurück zum Auto gelangten war das nächste Ziel nicht mehr weit. Die Mühle von Elstrup ist eine unter Denkmalschutz stehende, achteckige Mühle die ganz aus Holz ist. Sie ist die einzige ihrer Art, die in Dänemark übrig geblieben ist. Die Mühle war bis 1969 in Betrieb und ist heute ein Museum.

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Man erreicht sie, wenn man von Fynshav aus dem Fynshavvej folgt. Zugegeben, urig sieht sie ja aus, aber nachdem wir sahen, dass der Mühle mittlerweile die Mühlenflügel fehlten, stoppten wir hier nur kurz, um einige Fotos zu machen. Eine Windmühle ohne Windmühlenflügel ist irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes.

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So fuhren wir weiter und kamen nach kurzer Zeit an die Kreuzung Fynshavvej / Nordborgvej, wo Europas höchste Sonnenuhr steht, die die Zeit mit einer Genauigkeit von +/- 2 Minuten anzeigt. Sie ist 12,08 m hoch und auf einer Anlage mit 28 m Durchmesser platziert. Optisch gehört sie sicherlich nicht zu den schönsten Sonnenuhren, aber faszinierend ist sie schon irgendwie.

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Blickt man von der Sonnenuhr schräg über den Nordborgvej, so sieht man die Kirche von Egen mit ihren Kirchenställen, die zu den schönsten und besterhaltenen in Dänemark zählen. Da es aber schon spät war und wir noch weiter gen Norden wollten, hoben wir uns die Besichtigung der Kirche für unsere nächste Reise nach Alsen auf. Stattdessen fuhren wir nun nach Nordborg, dem letzten Ziel unserer Reise.

Den Besuch des örtlichen ALDI-Marktes hatten wir uns fest vorgenommen. Hier kauften wir uns als schnuckriges Souvenir einige leckere dänische Brötchen. Auf dem Weg zum Strand machten wir kurz Halt bei Knud, der direkt am Strand ein kleines uriges Ferienhaus besitzt, in dem ich vor einigen Jahren schon öfters urlaubte.

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Leider vermietet er es derzeit nicht, da er plant, es etwas umfangreicher zu renovieren. Aber er machte uns Hoffnung, dass er vielleicht in diesem Winter damit beginnen wird, wenn er denn die Baugenehmigung der dänischen Behörden erhält. Wir drücken ihm, nicht ganz uneigennützig die Daumen :-)

Zum Abschluss unserer Reise wollten wir eigentlich am Strand von Koebingsmark entspannen und vielleicht auch eine Runde Backgammon spielen. Leider jedoch ist der Strand jetzt um diese Jahreszeit von Blaualgen heimgesucht worden, die nicht nur unschön aussahen, sondern auch noch nicht gerade angenehm müffelten. Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, auf dem kleinen Badesteg ein wenig Seele und Füße baumeln zu lassen.

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Der Strand bekam wohl in diesem Jahr einen völlig neuen Badesteg spendiert, was ich persönlich etwas schade fand. Schick sieht er ja aus. Aber im Vergleich zum alten Badesteg, der auf dem Wasser schwamm und herrlich bei jedem Schritt schaukelte, thront der neue Steg ziemlich hoch über dem Wasser, so dass wir leider nicht die Füße im Wasser abkühlen konnten. Was aber vielleicht die Krabben gefreut haben wird, die sich so ungestört unter uns im Wasser tummelten.

Ein letzter Kaffee auf dem Campingplatz in Koebingsmark blieb uns leider verwehrt und so machten wir uns auf die Rückreise. Einen ganzen Tag waren wir in Dänemark unterwegs und haben viele wunderschöne Orte besucht. So langsam spürten wir auch die Müdigkeit, aber wir verließen Gähn-emark Dänemark mit vielen schönen Eindrücken und auch etwas Beute im Gepäck. Reisen macht hungrig – und so hielten wir, nachdem wir Deutschland wieder erreicht hatten am Autohof beim Skandinavienpark. Das Angebot dort im Bistro klang lecker und die Speisen wurden frisch zubereitet. Zum Glück erkundigten wir uns vor der Bestellung nach der Größe des „Riesen-Cheeseburger“ und beschlossen, uns einen zu teilen. Zwei davon hätten wir mit Sicherheit niemals geschafft, zumal auch noch eine recht ordentliche Portion Pommes dabei war :-)

Gut gesättigt, ziemlich geschafft, aber rundum glücklich kamen wir gegen halb elf wieder Zuhause an.

Und hier nun noch ein paar kleine Bildergalerien:

Blommeskobbel

Elstrup-Mühle

Die Sonnenuhr bei Guderup

Auf nach Dänemark ~ Teil 1

Vorfreude

Schon vor mehr als einer Woche, als feststand, dass Tina den Samstag des Pfingstwochenendes frei haben würde, beschlossen wir, diesen Tag zu nutzen um einen Ausflug nach Dänemark zu machen.

Der Wetterbericht sagte traumhaftes Wetter voraus – optimale Voraussetzungen also für eine kleine Reise ins Nachbarland. Ziel der Reise sollte die Insel Alsen (Als) in Südjütland werden. Eine ganze Woche lang fieberten wir dem Samstag entgegen und beinahe jeden Tag plante ich unseren Ausflug und suchte nach schönen Zielen. Drei Jahre ist es her, seit ich das letzte Mal auf Alsen war und so kannte ich den Norden der Insel schon ein klein wenig.

Reiseroute

Reiseroute

Das erste Etappenziel unserer Reise war schnell gefunden und von Anfang an fest gesetzt. Das Papiermuseum in Grâsten. Ich war vor einigen Jahren schon einmal da – empfohlen hatte es mir meine Mutter – und ich wusste, es würde meinem kreativen Schatz dort gefallen. Seit dem Tag, als ich Tina davon erzählte hibbelte sie unserem Reisestart entgegen und so ein klitzeklein wenig hatte ich ja schon Sorge, dass ich sie dort so schnell nicht mehr herausbekommen würde, wenn sie erstmal in diesem Tempel der kreativen Papierkünste wäre :D  Dabei hatte ich mittlerweile noch einige andere schöne Orte gefunden, die wir auf unserer Rundreise ansteuern wollten. Neben dem zweiten fest geplanten Ziel, dem Strand in Koebingsmark im Norden der Insel, waren das der Leuchtturm auf Kegnaes, das Wäldchen Blommeskobbel im Osten der Insel, die Mühle in Elstrup, Europas höchste Sonnenuhr und die Kirche und die Kirchenställe in Egen. Wir hatten also einiges vor an diesem Tag :-)

Reise, Reise

Als dann der Tag unserer Reise gekommen war, machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein morgens auf den Weg. Über Kiel, Rendsburg und Flensburg ging es ins 125 km entfernte Grâsten, wo im Bomhusvej das Papiermuseum auf uns wartete.

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Der Begriff Papiermuseum täuscht etwas. Auf einer Fläche von 800 m² gibt es hier nicht nur wunderschöne kreative Arbeiten aus Papier zu bestaunen; man kann hier auch Papiere und die passenden „Werkzeuge“ kaufen, um sich zuhause kreativ auszutoben und selbst an all den hier geholten Inspirationen zu versuchen.

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Aufgebaut wie ein kleines Dorf findet man in jedem der Häuschen im Innern der Halle Ideen und Papierkreationen zu einem anderen Thema. Sehr schön war, dass der Laden nicht überlaufen war, so dass wir in Ruhe schauen und staunen konnten. Auch die Tatsache, dass an diesem Tag nur eine Mitarbeiterin den Laden führte sorgte nicht für Hektik, sondern wir konnten nach dem Einkaufsbummel noch ganz gemütlich einen Kaffee genießen ohne, dass wir das Gefühl hatten, damit den Ablauf zu stören. Ein schönes Papierparadies, in dem es zudem noch sehr leckeren Kaffee gibt… wir waren mit Sicherheit nicht das letzte Mal dort :-)

Unserem zweiten Etappenziel an diesem Tag hibbelte ich schon tagelang entgegen. Es gibt so einige Dinge, die mich schon seit meiner Kindheit faszinieren und Leuchttürme gehören definitiv dazu. Als ich bei meiner Suche nach Ausflugszielen dann vom Leuchtturm von Kegnaes (Kegnaes Fyr) las und davon, dass man diesen in den Sommermonaten auch besichtigen kann war klar, dass wir dorthin mussten.

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Leuchtturm von Kegnaes

Die Halbinsel Kegnaes ist mit der Insel Alsen lediglich durch einen ca. 700 m langen schmalen Damm verbunden. Der 1896 erbaute Leuchtturm liegt direkt hinter dem Damm und ist von diesem aus schon zu sehen. Und trotzdem sind wir an der kleinen schmalen Einfahrt dorthin erstmal vorbei gefahren. Nutzt man ein Navi sollte man unbedingt bei der Routenplanung auch unbefestigte Straßen zulassen, denn nur ein kleiner Weg führt hinauf zum Gelände, auf dem neben dem Leuchtturm noch eine Wetterstation und ein kleiner Beobachtungsposten des dänischen Militärs untergebracht ist.  Wir parkten direkt am Leuchtturm und fast sah es so aus, als wäre der Turm geschlossen. Keine Menschenseele war zu sehen und auch so sah die kleine Tür rechts recht verschlossen aus. Das kleine Eingangsportal des Leuchtturms befindet sich jedoch links und … welch Freude … die Tür war offen :-)

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Im Innern des Leuchtturms erwartet den Besucher ein kleines Tischchen mit einem Gästebuch, sowie neben der Treppe eine kleine Geldkassette, in die man das Eintrittsgeld in Höhe von derzeit 10 dkr wirft. Nachdem wir uns von einem Teil unserer mitgebrachten Dänischen Kronen getrennt hatten machten wir uns an den Aufstieg. Etage um Etage erklommen wir so und standen zuletzt vor einer kleinen wendeligen und steilen Metalltreppe an deren Ende … es scheinbar nicht weiter ging. Links eine Tür mit einem Schild, welches den Eintritt untersagte und ein kleiner Pfeil und rechts … keine Tür. Leidiglich eine fenstergroße metallene Luke. Sollte es das schon gewesen sein? Wo blieb der wunderschöne Ausblick, von dem die vorherigen Besucher unten im Gästebuch so geschwärmt haben? Vorsichtig versuchten wir unser Glück und siehe da… die Luke ließ sich öffnen und wir stiegen krochen hinaus ins Freie.

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Es war herrlich. Von dort oben hat man einen wirklich wunderschönen Blick nach Broagerland, Deutschland, die Südfünischen Inseln, Ærø und Langeland. Und das tolle daran war… wir hatten diesen traumhaften Ausblick ganz für uns alleine. Vielleicht lag es an der versteckten Zufahrt, vielleicht daran, dass meisten Leute bei diesem Wetter lieber am Strand lagen… lediglich einmal parkte unten ein Wagen mit Stadtschinken Touristen, die, falls sie auf den Turm wollten, dies spätestens dann unterließen, als Madame beim Ausstieg aus dem Auto der Riemen ihres FlipFlops riss. Amüsiert betrachteten wir all das in luftiger Höhe und genossen die Zweisamkeit an diesem Ort.

Nach dem wir die 65 Stufen wieder hinab gestiegen waren, trugen auch wir uns noch dankbar ins Gästebuch ein und erkundeten noch ein wenig die Umgebung des Leuchtturms. Von einer kleinen Bank unter Eichen genossen wir den Blick aufs Meer, schwärmten und ließen die Seele noch ein wenig baumeln.

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Von hier oben aus führt ein kleiner Pfad hinunter zum Meer, den wir aber nicht mehr entlang spazierten, weil die nächsten Stationen unserer Reise auf uns wartete. Der Osten und Norden der Insel Alsen. Bevor es jedoch dorthin ging, genossen wir noch eine kleine Kaffeepause direkt hinter dem Damm. Auch dort, an einem kleinen Restaurant an einem Campingplatz schmeckte der Kaffee einfach klasse.

Weiter geht’s in Teil 2 unseres Reiseberichtes.

Ein paar Daten zum Leuchtturm:
Bauwerkshöhe 18 m,
Feuerhöhe 32 m
Tragweite weiß 12 sm – rot 9 sm – grün 9 sm

 

Ein Schüff, ein großes Schüff…

costa_logo02Anfang April hat im Kieler Hafen die Kreuzfahrtsaison begonnen. Bis Oktober werden 22 verschiedene Kreuzfahrtschiffe 125 mal in Kiel anlegen.

Bei strahlendem Sonnenschein und herrlich warmen Temperaturen haben wir uns heute nach Feierabend aufgemacht und die „Costa Pacifica“ beim Auslaufen angeschaut. Auf einem Fähranleger an der Kiellinie ließen wir uns von den Sonnenstrahlen verwöhnen und warteten darauf, dass dieses Riesenschiff (290 m Länge, 144,288 BRZ) ablegt. Zugegeben… für Tina war es nicht ganz so aufregend wie für mich Neu-Nordlicht. Ich war ja schon seit heute Morgen aufgeregt wie ein Kind vor der Bescherung *g* Bisher war die „Color Fantasy“ das größte Schiff, welches ich bisher aus der Nähe sah.

Created with Nokia CameraAngekündigt war das Auslaufen für 17.00 Uhr, aber es dauerte dann doch ein Weilchen länger und um 18 Uhr endlich war es soweit und die „Costa Pacifica“ machte sich auf den Weg nach Stockholm.

Den eigentlich geplanten Feierabendkaffee haben wir dann ausfallen lassen, bzw. haben ihn Zuhause genossen. Im Gepäck hatten wir jedoch eine Menge schöner Fotos als Erinnerung an einen herrlichen Frühlingstag.

Leinen los

santiano00Auf diesen Abend haben wir uns schon lange gefreut. Die Santiano ankerte in Kiel und wir waren dabei. Schon im letzten Mai hatten wir die Karten gekauft und fieberten dem Konzert entgegen. Endlich war der Abend da und wir machten uns auf den Weg nach Kiel.

Wir waren allerdings ein wenig zu optimistisch, was die Parkplatzfindung an der Sparkassen-Arena angeht. Die Parkplätze und Häuser rund um die Arena waren allesamt belegt und so drehten wir immer größere Runden bis wir dann – 5-10 Minuten vor Konzertbeginn – endlich einen Parkplatz fanden, der auch noch recht weit entfernt lag.

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So kamen wir zwei Entspannungskünstler doch ein wenig gestresst an der Halle an. Wir waren mit die letzten, es war mittlerweile schon nach 20 Uhr und so wollten wir uns direkt am Eingang nach dem schnellsten Weg zu unseren Plätzen erkundigen, was dazu führte, dass uns mehrere Ordner wie bei einem Staffellauf in die Halle und an unseren Platz führten. Schließlich wies man uns andere Plätze als die eigentlich gedachten zu, was daran lag, dass im Gang zwischen dem Innenraum und dem 1. Rang ein Kameramann stand. Von unseren eigentlichen Plätzen hätten wir eine schlechte Sicht gehabt und so kamen wir sogar noch etwas näher an die Bühne heran :-)

santiano02Wir hatten Glück. Zwar haben wir den ersten Auftritt von Oonagh verpasst, aber das Konzert hatte noch nicht begonnen. Und, es war der wirklich ein großartiges Erlebnis! Zwischen „Gott muss ein Seemann sein“ und „Hoch im Norden“ lagen am Ende mehr als zwei Stunden eines tollen Konzertes. Wieviel Spaß Santiano auf der Bühne hatte, merkte man ihnen in jeder Minute an und auch das Publikum in der mit 7.500 Zuschauern besetzten Halle kam voll auf seine Kosten. Neben den schon bekannten Stücken sangen Santiano zusammen mit Oonagh  noch zwei Duette und stellten dem Publikum ihre beiden Songs für den Vorentscheid zum diesjährigen ESC (13.03. in Köln) vor.

 

 

Schleswig-Thüringische Weihnachtstage

Unser erstes gemeinsames Weihnachtsfest …

Vorfreude

Es begann schon im Advent, denn unabhängig voneinander hatten wir die Idee, den jeweils anderen mit einem selbstgebastelten und -gefüllten Adventskalender zu überraschen. Da für mich Weihnachten doch nichts über einen echten Baum geht, es aber in der Wohnung an Platz für eine große Tanne mangelt, holte ich in Bonn einen kleinen Baum im Topf und legte die 24 Kalenderpäckchen darunter, während Tina – kreativ und gut planend, wie Frauen sind – für diesen Zweck einen schönen Stoff-Wandkalender besaß mit 24 kleinen Täschchen. Eine praktische und hübsche Idee und ich freute mich, dass mein Schatz sogar zwei dieser Stoffkalender besaß. Denn so konnte ich die kleinen Gaben für sie noch umpacken und der Kalender verschönerte die gesamte Adventszeit unser Esszimmer.

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Und… weckte jeden Tag auf’s neue die Neugier und die Vorfreude auf das gemeinsame Auspacken. Naja, wirklich gemeinsam konnten wir nur an den Wochenenden in unsere Kalendertürchen -täschchen schauen. Die Woche über zelebrierten wir nach Feierabend dieses Ritual vor der Webcam und konnten so an der Freude des anderen teilhaben….

Festlichkeit

Schon einige Wochen vor dem Fest hatten wir beschlossen, Heiligabend bi uns to Hus gemeinsam mit Tinas Paps und Halina zu feiern. Auch Franz, unseren Vermieter, luden wir ein und waren schon Tage zuvor im vorfreudigen Planungsfieber. Eine gemütliche Raclette-Runde sollte es werden und ebenso unkompliziert wie die Entscheidung über das Wie und Wo, verlief die Aufteilung der Dinge, die jeder vorbereiten und mitbringen sollte. Obwohl Tina auch an Heiligabend noch arbeiten musste, schafften wir die Vorbereitungen völlig stressfrei und bastelten schon Tage zuvor an der Tischdeko und den kleinen Tüten mit schokoladigen Leckereien und selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen, die wir als kleine weihnachtliche Überraschung für jeden Gast vorgesehen hatten. Die Vorfreude wuchs mit jedem Tag und als der Heiligabend endlich gekommen war, wartete ein festlich dekorierter Tisch auf die Gäste.

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Allerlei Köstlichkeiten fanden den Weg in die Raclette-Pfännchen und dazu gab es von Franz‘ leckerem Wein. In gemütlicher Runde saßen wir so Stunden zusammen, schnackten und ließen es uns munden :) Später dann ließen wir den Abend mit einer kleinen Bescherung zu zweit ausklingen und packten auch das Päckchen aus, welches uns Claudi und Kalle mitgegeben hatten und das schon seit Tagen neugierig machend unter unserem kleinen Weihnachtsbaum stand.

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Die Überraschung und die Freude war riesig, als wir ein Schoko-Fondue auspackten. Genau das richtige für uns Süßschnuten… Danke an Euch, Claudi & Kalle :)

Weihnachtsreise

Tags darauf hieß dann zeitig raus aus den Federn, denn über die Feiertage waren wir noch in Thüringen bei meiner Familie eingeladen. Und so machten wir uns mit kleinen Gaben im Gepäck auf nach Nordhausen, wo wir am späten Nachmittag genau richtig zum Kaffee bei meinen Eltern ankamen und Tina endlich meine Familie kennenlernte.

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Zum Abendessen fuhren wir dann nach Harztor (wie Niedersachswerfen nun heißt) und saßen noch bei meiner Schwester zuhause bei einem Glas Wein zusammen.

Eine Pension für uns allein

Für die Übernachtung in Thüringen hatten wir uns vorher schon nach einigen Möglichkeiten umgesehen. Praktischerweise hatten Sven und Antje noch eine kleine Pension in Harztor in der Hinterhand Den Schlüssel hatten die beiden schon für uns in Empfang genommen.

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Während die Pension normalerweise gut gebucht ist – die Fußballer von Wacker Nordhausen nutzen sie gern bei ihren Heimspielen – war sie über den Jahreswechsel eigentlich geschlossen. Doch da Sven den Besitzer kennt, kamen wir so in den Genuss, das Haus ganz für uns allein zu haben. Schon ein irres Gefühl :) Am Morgen dann hatte man uns sogar ein kleines Frühstück im großen Speisesaal eingedeckt. Wir ließen es uns schmecken und fühlten uns herrlich verwöhnt.

Da es an diesem Tag wieder nach Hause gehen sollte musste, packten wir unsere sieben Sachen zusammen, hinterließen den fleißigen Heinzelmännchen neben der Frühstückstafel noch ein wenig Schweizer Schoki als weihnachtliches Dankeschön und machten uns dann wieder auf den Weg zu meiner Schwester. Zuerst jedoch verfolgten wir noch die Harzquerbahn für einige Fotos bis nach Ilfeld und bummelten dann noch für ein kleines Fotoshooting um die kleine Kirche in Niedersachswerfen. Nachdem wir uns von Antje, Sven, Marvin und Jonas verabschiedet hatten, fuhren wir nach Nordhausen zu meinen Eltern, da wir dort noch zum Mittagessen eingeladen waren. Auf dem Weg jedoch gab es für Tina noch ein kleines Sightseeing durch die Altstadt von Nordhausen.

Es war Nachmittag, als wir uns wieder auf den Weg nach Hause machten. Im Gepäck hatten wir neben allerlei Weihnachtsgaben noch eine Menge schöner Eindrücke der vergangenen Stunden :)